Juni 2013

Mai 2013 | Juni 2013 | Juli 2013

„Die Verfolgerin“ von Gesina Stärz

Über das Buch

Was wäre, wenn man auf der Straße Menschen töten würde. Einfach so im Vorübergehen. Und dann in der Menge wieder unerkannt verschwindet. Eine Frau, Jossi, Anfang vierzig, wacht eines Tages mit diesem Gedanken auf. Ihr Ehemann schläft neben ihr im Bett. Sie fühlt sich von ihm verlassen. Nach zwanzig Ehejahren. Der Schmerz angesichts seiner Ignoranz ihr gegenüber ist seit langem unerträglich, bis zu dieser Nacht: Sie schaltet ihre Empfindungen ab, gefriert sie ein und verfolgt ihre Gedanken, Menschen zu töten, im Vorübergehen, ohne Motiv. Sie selbst führt ein unauffälliges, bürgerliches Leben. Ihr Ehemann ist Kardiologe, sie verdient sich etwas Geld als Texterin. Ihre Kinder sind aus dem Haus, studieren. Sie verfolgt ihre Gedanken, indem sie sich immer tiefer in die Empfindungs- und Gedankenwelt von Menschen verstrickt, die getötet haben. Sie befasst sich mit Serienmörderinnen, die in die Geschichte eingegangen sind, recherchiert nach Giften, studiert die Gesichter von Vorübergehenden auf der Straße …

Über die Autorin

geboren 1964 in Frankenberg/Sa., Studium der Sozialpädagogik, Studium der Philosophie, Neuen deutschen Literatur, Markt- und Werbepsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Werbetexterin, freie Autorin und Redakteurin der Süddeutschen Mediengruppe und Süddeutsche Zeitung, von 2009 bis 2011 Mitarbeit am Peter-Schilffarth-Institut für Soziotechnologie in Bad Tölz, seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeit im Graduiertenkolleg Demenz der Universität Heidelberg, seit 2011 eigene Philosophische Praxis und freie Publizistin.