Gesina Stärz

Hermien Stellmacher | Gesina Stärz | Martin Suter

November 2011

Wir danken Gesina Stärz für ihre interessante Lesung und die sich daran anschließende spannende Diskussion, warum Autoren und Autorinnen Grenzen überschreiten dürfen.
Wir wünschen Gesina Stärz viel Erfolg mit ihrem Buch!

„kalkweiss“ von Gesina Stärz

Über das Buch

Es sind nur noch zwei Tage bis zu den Sommerferien. Die soll ihr Sohn David im Trainingscamp der Skinational­mannschaft in Chile verbringen. Diane hat schon lange keine Kontrolle mehr über ihren fast erwachsenen Sohn. Genau genommen war er als Baby bereits ein forderndes, durchsetzungsstarkes, aber auch sensibles Kind, das sie allein in einem alten Haus im bayrischen Oberland grosszog.
Diane sorgte dafür, dass er sich im Sport austoben konnte, und versuchte seine Energie zu lenken. Dennoch, zwei Tage vor den Sommerferien verliert sie die Kontrolle. Sie weiss, kein Gericht dieser Welt kann eine grössere Strafe verhängen als die, die sie durch das Leben erfährt: einen unermesslichen seelischen Schmerz. Ihr bleibt nur eines: Die Sommerferien, da David keiner vermissen wird, darüber nachzudenken, wie es geschehen konnte. Äusserlich führt sie ihr Leben weiter, als Architektin und Geliebte des Bauunternehmers Henning Kranz, als Nachbarin von Amelie, als Tochter von Ekkeland – und doch zieht sich der Kreis des Misstrauens immer enger um sie.
Erst zwei Jahre später ist sie in der Lage, ihr Schweigen zu brechen und über die Ereignisse jenes Sommers zu berichten. Alles läuft erneut vor ihr ab, als geschehe es im Augenblick.

Über die Autorin

Gesina Stärz geboren 1964 in Frankenberg/Sachsen, lebt in Dietramszell in der Nähe von München. Sie studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Markt- und Werbepsychologie. Seit 1996 ist sie als freie Autorin, Werbetexterin und Journalistin tätig.

Presse:

Über das Buch gibt es auch einen interessanten Artikel aus der SZ vom 28.08.2011.

Juni 2013

„Die Verfolgerin“ von Gesina Stärz

Über das Buch

Was wäre, wenn man auf der Straße Menschen töten würde. Einfach so im Vorübergehen. Und dann in der Menge wieder unerkannt verschwindet. Eine Frau, Jossi, Anfang vierzig, wacht eines Tages mit diesem Gedanken auf. Ihr Ehemann schläft neben ihr im Bett. Sie fühlt sich von ihm verlassen. Nach zwanzig Ehejahren. Der Schmerz angesichts seiner Ignoranz ihr gegenüber ist seit langem unerträglich, bis zu dieser Nacht: Sie schaltet ihre Empfindungen ab, gefriert sie ein und verfolgt ihre Gedanken, Menschen zu töten, im Vorübergehen, ohne Motiv. Sie selbst führt ein unauffälliges, bürgerliches Leben. Ihr Ehemann ist Kardiologe, sie verdient sich etwas Geld als Texterin. Ihre Kinder sind aus dem Haus, studieren. Sie verfolgt ihre Gedanken, indem sie sich immer tiefer in die Empfindungs- und Gedankenwelt von Menschen verstrickt, die getötet haben. Sie befasst sich mit Serienmörderinnen, die in die Geschichte eingegangen sind, recherchiert nach Giften, studiert die Gesichter von Vorübergehenden auf der Straße …

Über die Autorin

geboren 1964 in Frankenberg/Sa., Studium der Sozialpädagogik, Studium der Philosophie, Neuen deutschen Literatur, Markt- und Werbepsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Werbetexterin, freie Autorin und Redakteurin der Süddeutschen Mediengruppe und Süddeutsche Zeitung, von 2009 bis 2011 Mitarbeit am Peter-Schilffarth-Institut für Soziotechnologie in Bad Tölz, seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeit im Graduiertenkolleg Demenz der Universität Heidelberg, seit 2011 eigene Philosophische Praxis und freie Publizistin.

Mai 2015

„leben, überwiegend glücklich“ von Gesina Stärz

Über das Buch

Jo hat ihr Leben leergeräumt von Rollen, die sie ausfüllte als Ehefrau, Geliebte, Pressesprecherin eines Konzerns, von Möbeln, Kleidungsstücken, Geschirr, dem Fernseher, von Kontakten und Erinnerungsstücken. Sie lebt für zwei Jahre als Privatfrau, solange reichen ihre Finanzen, um noch ein Letztes aus ihrem Leben zu räumen: Einen Schuhkarton, den sie in einer Plastiktüte verpackt bei ihren Umzügen stets mitgenommen hat. Im Karton befinden sich Frontbriefe des Unteroffiziers Manfred H. von der Ostfront, in der Zeit vom 4.1.1943 bis 12.7.1944 verfasst. Die Briefe sind in den Schützengräben an seine Frau und die Kinder geschrieben. 70 Jahre nach den Ereignissen liest Jo erstmals die Briefe und stellt den Fronterlebnissen ihres Großvaters ihren Alltag gegenüber…

Über die Autorin

Studium der Sozialpädagogik in Potsdam. Studium der Philosophie, Neuen deutschen Literatur, Markt- und Werbepsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1999 bis 2009 Werbetexterin, freie Autorin und Redakteurin für verschiedene Verlage der Süddeutschen Mediengruppe und Süddeutsche Zeitung. 2009 bis 2011 Mitarbeit am Peter-Schilffarth-Institut für Soziotechnologie in Bad Tölz. Seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeit im Graduiertenkolleg Demenz am Institut am Netzwerk Alternsforschung der Universität Heidelberg. Seit 2011 eigene Philosophische Praxis und freie Publizistin.

Auf ihrer Webseite hält Gesina Stärz eine interessante Rezension zu ihrem aktuellen Buch bereit.